Eine Verbentabelle ordnet die Formen eines Verbs nach Person und Zeitform. Das Format eignet sich vor allem für Klasse 3 und 4. Einzelne Personalformen können je nach Unterrichtsgang auch früher bearbeitet werden.
In einer Zeile wird dieselbe Person über mehrere Zeitformen hinweg betrachtet. In einer Spalte stehen die Personalformen derselben Zeitform. Diese Anordnung erleichtert den Vergleich: Was verändert sich am Verb, welche Endung bleibt gleich und wo besteht die Form aus mehreren Wörtern?
Grundform und gebeugte Formen
Die Grundform, auch Infinitiv, benennt das Verb: etwa kommen. Beim Konjugieren wird es an Person, Anzahl und Zeit angepasst: ich komme, du kamst, wir sind gekommen. Eine Tabelle macht diese Veränderungen systematisch sichtbar.
Das Ausfüllen allein reicht für ein sicheres Verständnis nicht aus. Lass Kinder ausgewählte Formen auch in vollständigen Sätzen verwenden. Erst dort wird deutlich, ob sie die Form passend zum Subjekt und zur gemeinten Zeit einsetzen können.
Beispiel: kommen in Präsens, Präteritum und Perfekt
Für das Verb kommen lauten die Formen in der ersten Person Einzahl:
Gegenwart / Präsens: ich komme
1. Vergangenheit / Präteritum: ich kam
2. Vergangenheit / Perfekt: ich bin gekommen
Vergleiche anschließend die zweite Person: du kommst – du kamst – du bist gekommen. Die Kinder markieren, welche Teile sich gegenüber der ich-Form verändern. Im Perfekt verändert sich hier das Hilfsverb; gekommen bleibt gleich.
Ein passender Arbeitsauftrag lautet: „Ergänze die Formen von kommen. Schreibe danach zu jeder Zeitform einen Satz mit ich.“ Die Zeitformen werden so nicht nur als Tabelleneinträge, sondern als sprachliche Mittel verwendet.
Ein Arbeitsblatt zu Verbformen erstellen
Bereite eine Tabelle zu einem passenden Verb vor und ergänze einen Arbeitsauftrag zum Vergleichen der Zeitformen.
Führe die Tabellenstruktur an einem bereits bekannten Verb ein. Kläre zunächst die Zeilen: ich, du, er/sie/es, wir, ihr und sie stehen für die sechs üblichen Personen. Danach besprecht ihr, welche Zeitform in welcher Spalte gesammelt wird. So müssen die Kinder nicht gleichzeitig die Ordnung der Tabelle und unbekannte Formen erschließen.
Für eine Übungsphase kann die Klasse zunächst nur eine Spalte bearbeiten. Ein gemeinsames Gespräch über typische Endungen schließt sich an. In einer weiteren Stunde kommt eine bekannte Vergangenheitsform hinzu. Der Arbeitsauftrag grenzt den Umfang ein, auch wenn auf dem Blatt bereits mehrere Spalten stehen.
In Partnerarbeit liest ein Kind eine Person und Zeitform vor, das andere nennt die passende Form und prüft sie anhand der Lösung. Bei Unstimmigkeiten wird ein Beispielsatz gebildet. Das ist besonders bei mündlich vertrauten Formen hilfreich, die schriftlich noch unsicher sind.
Regelmäßige Formen und Stammwechsel
Bei regelmäßigen Verben wie spielen bleibt der Stamm in vielen Formen gut erkennbar: ich spiele – ich spielte – ich habe gespielt. Unregelmäßige Verben können den Stammvokal verändern, etwa kommen – kam oder lesen – liest. Eine Endungstabelle allein erklärt diese Veränderungen nicht.
Der fachliche Anspruch hängt vom Verb und von der Zahl der bearbeiteten Zeitformen ab. Zusätzliche Tabellen erhöhen zunächst nur die Aufgabenmenge.
Auch die Zeilenbeschriftung lässt sich an den Lernstand anpassen: ich, du, er/sie/es, wir, ihr und sie geben einen direkten Bezug zum Sprechen. So können Kinder zunächst Verbformen üben, bevor sie Bezeichnungen wie 1. Person Einzahl sicher zuordnen. Im Teacheditor wählst du dafür die einfachen Bezeichnungen. Sind die Fachbegriffe eingeführt, kannst du wieder zu ihnen wechseln.
Für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache sollte die Bedeutung des Verbs vor der Formenarbeit geklärt sein. Eine Handlung, ein Bild oder ein kurzer Beispielsatz schafft Kontext. Satzanfänge helfen anschließend beim Gebrauch der Formen, ohne die Lösung bereits vorzugeben.
Einstieg
Ein bekanntes regelmäßiges Verb, eine Zeitform und eine gemeinsam besprochene Beispielzeile. Einfache Zeilenbeschriftungen mit ich, du, er/sie/es, wir, ihr und sie geben Orientierung.
Vergleichen
Zwei bereits eingeführte Zeiten bearbeiten. Veränderungen an Stamm und Endung markieren und ausgewählte Formen in Sätzen nutzen.
Vertiefen
Ein unregelmäßiges Verb in allen drei Zeiten untersuchen. Hilfsverb und Partizip erklären und mit einem zweiten Verb vergleichen.
Fehler gemeinsam prüfen: Lass die Kinder bei unvollständigen Perfektformen Hilfsverb und Partizip II im ganzen Satz benennen. So erkennst du, welcher Teil Schwierigkeiten bereitet.
Wähle im Aufgabengenerator unter Verb ein bestimmtes Verb aus oder lasse Zufällig aus dem Grundwortschatz eingestellt.
Aktiviere bei Bedarf im Aufgabengenerator die Option Einfache Bezeichnungen (ich, du, …).
Ergänze den Infinitiv und den Arbeitsauftrag in einem separaten Textfeld, damit klar ist, welches Verb bearbeitet werden soll.
Ziehe die Tabelle so groß, dass auch zweiteilige Formen genügend Schreibplatz haben.
Prüfe Schülerfassung und Lösungsansicht.
Die Tabelle enthält fest sechs Personen und drei Zeitformen: Gegenwart, 1. Vergangenheit und 2. Vergangenheit. Standardmäßig stehen links Personenbezeichnungen wie 1. Person Einzahl. Mit der Option für einfache Bezeichnungen erscheinen dort stattdessen ich, du, er/sie/es, wir, ihr und sie.
Im automatischen Modus stammen die Verben und ihre Formen aus dem hinterlegten Grundwortschatz, derzeit Hessen. Die Verbauswahl lässt sich durchsuchen. Bleibt die Zufallsauswahl aktiv, wählt ein anderer Zufallswert ein neues Verb. Bei einem fest gewählten Verb bleibt dieses dagegen erhalten.
Alle 18 Verbformen sind als Lösungen hinterlegt und werden in der Lösungsansicht sichtbar. In der Schülerfassung sind die entsprechenden Zellen leer.
Beim Einschalten von Manueller Modus werden die Lösungszellen geleert und sämtliche Texte der Tabelle bearbeitbar. Das ist sinnvoll, wenn du eigene Beschriftungen oder bewusst vorgegebene Formen einsetzen möchtest.
Die Option Einfache Bezeichnungen (ich, du, …) im Aufgabengenerator funktioniert in beiden Modi. Beim Umschalten werden die sechs linken Zeilenbeschriftungen ersetzt; selbst eingetragene Verbformen und die Überschriften der Zeitformen bleiben erhalten.
Unter Hintergrundfarben kannst du Spaltenköpfe, Zeilenköpfe und Ausfüllzellen getrennt gestalten. Eine zurückhaltende Hervorhebung unterstützt die Orientierung; die Zeitform muss zusätzlich als Text lesbar bleiben. Prüfe lange Formen in der Druckvorschau und gib ihnen bei Bedarf mehr Platz.
Sobald die verwendeten Zeitformen verstanden und an Sätzen geübt wurden.
Nein. Die beiden Formen unterscheiden sich unter anderem in ihrem Gebrauch, etwa beim schriftlichen Erzählen und im Gespräch. Die Nummerierung der Tabellenspalten beschreibt keine feste zeitliche Reihenfolge.
Das Perfekt wird mit einem Hilfsverb und dem Partizip II gebildet. In einer Zelle steht deshalb beispielsweise bin gekommen oder habe gespielt.
Als Starthilfe kannst du eine Musterform außerhalb der Tabelle ergänzen oder im manuellen Modus eigene Einträge vorbereiten. Einzelne Antworten lassen sich im automatischen Modus nicht als Vorgaben einblenden.
Nein. Bereite für eine manuelle Aufgabe auch die gewünschte Kontrolle selbst vor.
Nein. Durch Ziehen veränderst du nur die Zellgröße. Für zusätzliche Spalten eignet sich eine frei gestaltete Tabelle.
Ja. Aktiviere im Aufgabengenerator die Option Einfache Bezeichnungen (ich, du, …). Dann stehen links ich, du, er/sie/es, wir, ihr und sie. Die Option funktioniert auch im manuellen Modus; eigene Verbformen bleiben beim Umschalten erhalten.